Neue Raumschaften für Seelsorge entstehen
2. Dezember 2025

Neue Raumschaften für Seelsorge entstehen

Offener Brief von Bischof Dr. Klaus Krämer an die Gläubigen

Die Traditionen und das vielfältige Leben in den Kirchengemeinden zwischen Hohenlohe und Bodensee, Schwarzwald und Ostalb zu erhalten, in der Seelsorge vor Ort ansprechbar zu bleiben und auch neue Menschen zu erreichen, die nach einem spirituellen Mehr im Leben suchen, dafür hat die Diözese Rottenburg-Stuttgart im Frühjahr den Prozess „Kirche der Zukunft“ gestartet. Ein Auslöser war der Rückgang der Mitgliederzahlen in der katholischen Kirche durch Austritt, demografische Entwicklung und weniger Taufen. Das und die wirtschaftliche Gesamtsituation sorgen für dauerhaft sinkende Kirchensteuereinnahmen. Zudem nimmt die Zahl derer ab, die einen Seelsorgeberuf ergreifen.

Der Diözesanrat steckte nun zusammen mit Bischof Dr. Klaus Krämer den Rahmen für das Projekt „Seelsorge in neuen Strukturen“ ab. Der Sitzung am Samstag in Untermarchtal vorausgegangen waren in diesem zentralen Teilprojekt des Zukunftsprozesses umfängliche Beratungsrunden und das Stimmungsbild einer breit angelegten Beteiligungsphase. Der Diözesanrat empfahl dem Bischof nach intensiver Beratung und Diskussion, aus aktuell 1.020 rechtlich selbstständigen Kirchengemeinden 50 bis 80 Raumschaften zu bilden. Dies soll Verwaltungsaufgaben reduzieren sowie dem kirchlichen Leben vor Ort finanziell und personell mehr Freiräume ermöglichen und es langfristig sichern. Der Bischof nahm das bis auf eine Gegenstimme einstimmige Votum des Diözesanrats an.

Bischof Dr. Klaus Krämer hat nun einen Offenen Brief geschrieben, den Sie HIER lesen können.

Entscheidungen des Diözesanrats im Überblick

Anzahl der neuen Raumschaften
  • Die Diözese wird künftig aus 50-80 Raumschaften (Verwaltungseinheiten) bestehen
  • Die aktuellen Kirchengemeinden bleiben als Kirchorte weiterhin wichtige Orte des kirchlichen Lebens
  • Gläubige können im Kirchort weiterhin Verantwortung übernehmen 
Verwaltungsbeauftragte:r
  • Die Diözese etabliert die Funktion eines/einer Verwaltungsbeauftragten zur Unterstützung der Leitung der Raumschaft
Mögliche Leitungsmodelle
  • mit einem Pfarrer 
  • mit einem Pfarrer-Team. Einer der beiden Pfarrer wird zum Moderator ernannt und trägt die Letztverantwortung.
  • mit einem/einer Pfarrbeauftragten. Ein moderierender Priester trägt die Letztverantwortung. 
  • mit einem Pfarrbeauftragten-Team. Ein moderierender Priester trägt die Letztverantwortung.
Vereinigung durch Union
  • Eine Kirchengemeinde nimmt die anderen Gemeinden auf
  • Die aufnehmende Gemeinde ist neuer Pfarrsitz und stellt die Pfarrkirche
  • Dabei kann die neue Raumschaft den Namen der aufnehmenden Kirchengemeinde übernehmen oder einen neuen, gemeinsam Namen zu wählen
Nächster Projektschritt 2026
  • Umschreibung der Raumschaften durch Voten der Kirchengemeinden und muttersprachlichen Gemeinden

Autor: Markus Waggershauser
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