Spirituelle Gewalt ist oft unsichtbar, doch ihre Folgen sind tiefgreifend. Diese Fortbildung verbindet Fachwissen mit Praxisbezug, um Sie in der Erkennung und Prävention zu stärken. Durch den Austausch mit Kolleg:innen und die Auseinandersetzung mit konkreten Fallbeispielen entwickeln Sie Handlungssicherheit für Ihren Berufsalltag.
Inhalte:
- Grundlagen: Definition, Erscheinungsformen und Eskalationsstufen spiritueller Gewalt
- Zusammenhänge von spiritueller und sexualisierter Gewalt
- Praxisbeispiele: Einordnung von Fallbeispielen
- „Anzeichen ungesunder Spiritualität in Gruppen“ (Diözese, Freikirchen, Social Media etc.)
- Gesunder Glaube: Hilfreiche und hinderliche Faktoren – mit Blick auf die Begleitung junger Menschen
- Reflexion über die eigene verwendete spirituelle Sprache
- Förderung spiritueller Autonomie
- Reflexion der eigenen Rolle
Ziele
Die Fortbildung vermittelt vertieftes Wissen über spirituellen Missbrauch und befähigt Sie,
- Formen, Stufen und Folgen spiritueller Gewalt zu identifizieren
- sicher im Umgang mit sensiblen Situationen zu handeln
- Präventionsstrategien für Ihre Praxis zu entwickeln – insbesondere zur Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen sowie für ein machtsensibles eigenes Agieren.
Methoden:
- Input
- Fallarbeit: Analyse von Praxisbeispielen in Kleingruppen
- Austausch & Reflexion
- Transfer: Entwicklung von Handlungsansätzen für die eigene Arbeit
Zielgruppe: Alle Interessierte und alle, die eine B3-Fortbildung benötigen
Termin/Zeit: 14.01.2027 09:00 – 17:00 Uhr
Anmeldeschluss: 14.12.2026
Referentin: Marie-Pasquale Reuver, Kloster Sießen, Bad Saulgau