Erntedank – Zuversicht und Vertrauen
1. Oktober 2026

Erntedank – Zuversicht und Vertrauen

Eine gute Ernte ist nicht selbstverständlich - es braucht unser Zutun UND den Segen Gottes

Erntedank, dieses altmodische Fest – ist das nicht von gestern? Nein!

Der vergangene Sommer hat uns wieder gezeigt, dass eine gute Ernte alles andere als selbstverständlich ist. Wie viele von uns haben besorgt auf die Getreidefelder geschaut und beobachtet, dass die Wiesen vertrocknen? Auch im Privaten war der Wassermangel deutlich spürbar, hat die Hitze gelähmt.

Mir wird immer bewusster, dass wir hier in unserem friedlichen Land trotz allen technischen Fortschritts letztlich auf den Segen Gottes angewiesen sind, um satt zu werden. Niemand kann Getreide, Obst, Kartoffeln, Beeren, … produzieren, wenn nicht das Zusammenspiel von Sonne, Wind und Regen mithilft. Diese Tatsache sollte uns Menschen der Natur gegenüber demütiger werden lassen.

Darum ist es gut und wichtig, auch dieses Jahr in unseren Erntedankgottes-diensten Gott für alles zu danken, was gewachsen ist, damit wir genug zu essen haben.

Die Dankbarkeit für Gottes Segen gibt mir persönlich Vertrauen und Zuversicht in die Zukunft. Jesus selbst hat doch gesagt: „Macht euch also keine Sorgen und fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? … Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles braucht.“ (EÜ: Mt 6,31-32)

Mein Glaube, mein Vertrauen und meine Zuversicht entbinden mich jedoch nicht von der Verantwortung für die Schöpfung, die Gott auch mir übertragen hat. Einmal im Jahr für die Ernte danken aber nicht mithelfen, dass auch kommende Generationen satt werden können, das geht gar nicht.

Es gibt also viel zu tun – packen wir’s an! Die Schöpferkraft Gottes hat sicher einige richtig gute Ideen für uns auf Lager.

Behüte Sie Gott!

Henrike Plohmann, katholische Religionslehrerin i.R., Gaildorf

Bild: Sylvio Krüger, Pfarrbriefservice

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Henrike Plohmann

Religionslehrerin im Ruhestand

Erster Beruf: Floristin.

Dann: Studium von Theologie im Fernkurs und Religionspädagogik.

In der Aufbruchstimmung nach dem zweiten Vatikanischen Konzil voller Hoffnung auf wirkliche, auch Frauen betreffende, Reformen. Mittlerweile sehr ernüchtert, trotzdem noch in der katholischen Kirche.