Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit
… ist das Leitwort der 68. Aktion Dreikönigssingen, bei der in allen 27 deutschen Bistümern wieder die Sternsingerinnen und Sternsinger von Tür zu Tür ziehen. Beispielland der Aktion ist in diesem Jahr Bangladesh.
Zur Aktion gibt es auch dieses Jahr einen Film – hier geht´s zum Film mit Willi Weitzel
Rund um den Jahreswechsel sind wieder viele Kinder und Jugendliche unterwegs, um sich für andere Kinder und Jugendliche einzusetzen. Getragen wird die Aktion Dreikönigssingen vom Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Das Sternsingen in Deutschland ist eine große, bundesweite Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder.
Segen bringen, Segen sein! Alter Brauch in prächtigen Gewändern

Zehntausende Mädchen und Jungen bringen in der meist ökumenisch organisierten, jährlichen Aktion als Sternsingerinnen und Sternsinger den Segen Gottes in die Häuser, singen und sammeln Spenden für benachteiligte und Not leidende Kinder weltweit.
© Benne Ochs / Kindermissionswerk
Ihre Kreidezeichen „C+M+B“ bedeuten „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ und sind an vielen Haustüren das ganze Jahr über zu sehen.
Organisiert werden die Besuche der Sternsinger*innen von den katholischen Kirchengemeinden vor Ort. Falls sie Besuch von den Sternsinger*innen bekommen möchten, können Sie gerne dort anfragen.
Um das Engagement und den Einsatz der Kinder und Jugendlichen für andere zu würdigen, bitten wir Sie, den Sternsinger*innen, freundlich gegenüberzutreten, falls sie sie unterwegs treffen.
Lebenssituation Gleichaltriger kennenlernen
Gemeinsam mit Verantwortlichen aus den 27 deutschen Diözesen bereiten die Träger die Aktion mit einem jährlich wechselnden inhaltlichen Schwerpunkt und einem Beispielland vor. Unterstützt durch verschiedene Bildungsmaterialien lernen die Sternsinger die Lebenssituation von Kindern in anderen Ländern kennen. 2023 war Indonesien das Beispielland, 2024 Amazonien die Beispielregion und 2025 standen Kenia und Kolumbien im Mittelpunkt. 2026 wird am Beispielland Bangladesch gezeigt, wo die Hilfe der Sternsinger konkret ankommt und wie Kinder gestärkt und geschützt werden können.
1,4 Milliarden Euro seit 1959
Seit dem Start der Aktion 1959 haben die Sternsingerinnen und Sternsinger mehr als 1,4 Milliarden Euro gesammelt, mit denen Projektmaßnahmen für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt wurden. Zum Jahresbeginn 2025 sammelten die Sternsinger in 7.328Pfarrgemeinden, Schulen, Kindergärten und weiteren Einrichtungen mehr als 48 Millionen Euro. Mit den Mitteln fördert die Aktion jedes Jahr weltweit Projekte in rund 90 Ländern und in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Pastoral, Ernährung und soziale Integration.
Papst, Bundespräsident, Bundeskanzler: große Wertschätzung
Das Engagement der Sternsingerinnen und Sternsinger sowie ihrer jugendlichen und erwachsenen Begleitenden genießt große Wertschätzung. Päpste segnen seit 25 Jahren Sternsinger an Neujahr im Petersdom. Im Bundespräsidialamt und im Bundeskanzleramt werden Sternsingergruppen seit inzwischen mehr als 40 Jahren empfangen. Seit 2008 tragen Sternsingerinnen und Sternsinger aus mehreren europäischen Ländern ihren Segen auch in das Europaparlament. 2004 wurden die Sternsinger in Münster mit dem Westfälischen Friedenspreis ausgezeichnet. 2015 erfolgte die Aufnahme des „Sternsingens“ in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes.
In Schwäbisch Hall wird eine Gruppe Sternsinger das Rathaus und OB Bullinger am 5. Januar um 15.00 Uhr besuchen.
Viel Freude den Kindern und Jugendlichen beim Mitmachen und Ihnen allen, wenn Sie der Aktion zu grossem Erfolg verhelfen.